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Museen, Kulturdenkmäler, Ausstellungen

Moorleichen und Wikingerschmuck, Bilder renommierter Fotografen und großer Expressionisten, Schnitzkunst und barocke Gartenkunst, Wikingerhäuser und Fischersiedlung – entdecken Sie die vielfältige Kulturlandschaft Schleswigs.

Wikingermuseum Haithabu

Wie lebten die Menschen in Haithabu – der bedeutendsten Handelsmetropole des Ostseeraums? Wie kleideten sie sich? Woran glaubten sie? Was stellten sie her und womit trieben sie Handel?

Informativ, unterhaltsam, spielerisch und mit multimedialer Unterstützung vermittelt das Wikingermuseum Haithabu, eines der bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands, die Kultur der Wikinger.

Das Museum räumt auf mit dem Image der Wikinger als mordende und raubende Banditen, präsentiert spektakuläre archäologische Funde und lässt den Alltag der Bewohner Haithabus in originalgetreu rekonstruierten Häusern wieder lebendig werden.

Ob Schmuck, Waffen, Runensteine oder das seinerzeit schnellste Schiff der Ostsee – es gibt viel zu entdecken. 

Ein landschaftlich wunderschöner Fußweg führt in die nachgebaute Siedlung am Ufer des Haddebyer Noors. Für Menschen mit Handicap ist eine Anfahrt bis zur Siedlung möglich.

Auf den mehrmals im Jahr stattfindenden Märkten tummeln sich Händler und Handwerker in der ehemaligen Handelsmetropole und bieten den Besuchern handgearbeitete Waren an. Zahlreiche Veranstaltungen – zum Betrachten, Lauschen oder Mitmachen – lassen kleine und große Besucher das Leben der Wikinger hautnah erleben.

www.haithabu.de

    Danewerk und das Danevirke Museum

    Hier gehen Landschaft und Geschichte eine ganz besondere Verbindung ein: Das Danewerk, Weltkulturerbe und das größte Bodendenkmal Nordeuropas, hat für die Geschichte Dänemarks und des Grenzlandes eine große Bedeutung.

    Der Wall verband die Wikingermetropole Haithabu mit dem Dorf Hollingstedt an der Treene, sicherte die Südgrenze des alten dänischen Reiches ab und kontrollierte den Ochsenweg, die uralte Handelsroute zwischen Nord- und Ostsee über Haithabu.

    Herzstück der Anlage ist das Danevirke Museum im Ort Dannewerk südwestlich der Stadt Schleswig.

    www.danevirkemuseum.de

      Schloss Gottorf

      Schloss Gottorf, das zwei der Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen beherbergt, bietet so viele kulturelle Highlights, dass nur der Rat gegeben werden kann: Nehmen Sie sich Zeit! Einst lebten in diesem Prachtbau die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf.

      Durch sie wurde die Stadt Schleswig im 16. und 17. Jahrhundert zum kulturellen Zentrum Nordeuropas. Schon das imposante Schloss, aber auch der Barockgarten mit dem rekonstruierten begehbaren Gottorfer Globus sind Zeugen dieser für Schleswig so wichtigen Zeitspanne.

      Das Archäologische Landesmuseum mit den berühmten Moorleichen und dem Nydamboot fasziniert ebenso wie ein Gang durch das Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte. Die Museumspädagogen bieten rund um die Ausstellungen eine Vielzahl von Veranstaltungen für kleine Besucher an.

      Und vor der Kulisse des prächtigen Schlosses findet jedes Frühjahr der Gottorfer Landmarkt, der größte Biolandmarkt Schleswig-Holsteins, auf der Schlossinsel statt. 

      www.schloss-gottorf.de

        Gottorfer Barockgarten

        Im 17. Jahrhundert legte Herzog Friedrich III. nach italienischem Vorbild einen rund 15 Hektar großen Lustgarten an.

        Nachdem der Garten jahrhundertelang im Dornröschenschlaf lag, wurde ein Teil dieses prachtvollen Terrassengartens mit dem Herkulesteich 2005 nach historischen Plänen rekonstruiert.

        Heute lädt die "grüne Oase" Schloss Gottorfs mit Heckenornamenten und Wasserspielen zu einem entspannten Spaziergang ein.

        Wer sich während des Spazierganges bilden möchte, kann sich einen der Audioguides ausleihen, die unterhaltsam über die Historie und die Bepflanzung des Gartens informieren. 

          Gottorfer Globus

          Ein zentrales Element des Gottorfer Barockgartens ist das Globushaus mit dem begehbaren Riesen-Globus.

          Der Globus war im Auftrag Herzog Friedrich III. geschaffen worden und verschwand nach etlichen historischen Turbulenzen in St. Petersburg.

          Heute steht im Barockgarten eine rund drei Meter hohe Rekonstruktion.

          Im Erdgeschoss des Globushauses informiert ein 360-Grad-Film über die Geschichte des Globus.

          Die Virtual-Reality-Show ist ebenso unterhaltsam wie informativ und macht neugierig auf die Fahrt in der Kugel: Die Besucher können im Innern der sich drehenden Kugel Platz nehmen und auf astronomische Entdeckungsreise gehen.

            Stadtmuseum Schleswig

            Einst logierten hier Gäste der Gottorfer Herzöge. Heute präsentiert Schleswig im Günderothschen Hof, einem der schönsten schleswig-holsteinischen Adelshöfe des 17./18. Jahrhunderts, die wechselvolle Geschichte der Stadt.

            Nicht nur für Kinder sehenswert: die historische Spielzeugsammlung im Dachgeschoss und das Teddy Bär Haus, das in einem Fachwerk-Seitengebäude untergebracht ist und eine Sammlung historischer Teddys präsentiert. Weit über die Grenzen der Stadt hinaus hat sich das Stadtmuseum zudem einen Namen mit Fotografie-Sonderausstellungen gemacht.

            Unbedingt einen Besuch wert sind der vorösterliche Frühlingsmarkt und der Weihnachtsmarkt im stimmungsvollen Ambiente des historischen Adelshofes.

            Ein Café im Erdgeschoss lädt nach dem Rundgang zum Verweilen ein. Das Museum bietet einen kostenlosen hauseigenen Parkplatz. Wer mit der Bahn anreist, erreicht das Museum im Stadtteil Friedrichsberg nach zehn Minuten Fußweg.

            www.stadtmuseum-schleswig.de

            Museum für Outsiderkunst

            Im Museum für Outsiderkunst, einer Dependance des Stadtmuseums Schleswig, werden in wechselnden Ausstellungen Werke von Menschen mit geistigen oder seelischen Behinderungen gezeigt. Das Museum befindet sich zentral am Anfang der Schleswiger Innenstadt im Westflügel des ehemaligen Präsidentenklosters und ist montags bis freitags jeweils nachmittags geöffnet.

              Der Holm

              Schleswigs malerisches Fischerquartier war über Jahrhunderte eine Insel.

              Erst 1933 wurde der Holm mit dem Festland verbunden. Nicht zuletzt deshalb hat sich die Fischersiedlung, dessen Häuser sich zentral um den alten Friedhof mit eigener Kapelle gruppieren, bis heute den Charme vergangener Zeiten bewahrt.

              Die Holmer pflegen noch immer historische Traditionen. So gründeten Holmer Fischer nach dem Dreißigjährigen Krieg die Holmer Beliebung, um sich bei Krieg und Pest gegenseitig zu helfen und den Verstorbenen ein ehrbares Begräbnis sowie den Angehörigen Hilfe zu gewähren. Bis heute ist die Holmer Beliebung aus dem bürgerschaftlichen Leben der Stadt Schleswig nicht wegzudenken. 

              Einen Besuch wert

              ist auch das Holm-Museum im Eingangsbereich der Fischersiedlung. In diesem kleinen Museum wird anhand historischer und neuerer Fotografien der Wandel des Stadtteils dokumentiert. 

                St.-Petri-Dom

                Das bedeutendste mittelalterliche Baudenkmal der Stadt Schleswig, der St.-Petri-Dom, ist fast 900 Jahre alt.

                Gebaut wurde er, so vermuten Historiker, auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus um 1005. Relativ jung ist dagegen der im 19. Jahrhundert errichtete Turm, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert ist unter anderem der dreiflügelige Kreuzgang, der sogenannte Schwahl, in dem jedes Jahr der beliebte weihnachtliche Schwahlmarkt stattfindet.

                Ein wenig Zeit nehmen sollten sich Besucher für den berühmten Brüggemann-Altar mit seinen fast 400 geschnitzten Figuren, die die Passionsgeschichte darstellen.

                  Graukloster 

                  Wer in Schleswig standesamtlich heiraten möchte, hat die Wahl zwischen mehreren Räumlichkeiten.

                  Besonders beliebt ist unter den Brautpaaren eine Trauung im Gotischen Saal des Grauklosters. Das Graukloster, ein ehemaliges Franziskanerkloster, wurde nach der Reformation in ein Armenstift umgewandelt und ging in den Besitz der Stadt über. Auf den Grundmauern des Klosters wurde 1794/95 das heutige klassizistische Schleswiger Rathaus errichtet.

                  Der Kreuzgang sowie der Gotische Saal des mittelalterlichen Klosters wurden vollständig restauriert. 

                  Übrigens:

                  Für das Ja-Wort stehen in Schleswig außerdem das Trauzimmer im Erdgeschoss des Rathauses, die mittelalterlichen Gemäuer des St.-Johannis-Klosters und der Plöner Saal auf Schloss Gottorf zur Verfügung. 

                    St.-Johannis-Kloster

                    Die besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage Schleswig-Holsteins liegt in Schleswigs alter Fischersiedlung Holm und wurde 1194 von Benediktinerinnen gegründet.

                    In dem St.-Johannis-Kloster mit Klosterkirche, Kreuzgang, Remter und Kapitelsaal gibt es wahre (Kloster-)schätze zu entdecken – rund 250 Führungen werden jedes Jahr angeboten. Die Klosteranlage mit dem Bibelgarten ist frei zugänglich. Wer als Brautpaar eine stilvolle und ausgefallene Umgebung für das Ja-Wort sucht, sollte sich unbedingt die Räumlichkeiten im Kloster ansehen.

                    In den mittelalterlichen Gemäuern können an bestimmten Tagen auch standesamtliche Trauungen durchgeführt werden.

                    www.st-johannis-kloster.de